Von: Karyn Polak – Impact Entrepreneur-Korrespondentin und GAIL Nordamerika-Regionalmitglied

13. Februar 2024

Dieser Artikel von Impact Entrepreneur erörtert die Grenzen des „Zwei-Taschen-Denkens“ in der Wirtschaft und die Bedeutung ethischer Führung und plädiert für eine ganzheitliche Perspektive, die Integrität und Verantwortlichkeit in den Vordergrund stellt. Außerdem wird empfohlen, dass Unternehmen einen stärker integrierten Ansatz verfolgen und ihr Handeln in allen Aspekten ihrer Arbeit an ihren Werten ausrichten sollten.

Außerdem werden folgende Themen behandelt:

  • Ethische Grundsätze im Impact-Recht und im Finanzwesen
  • Soziale Unternehmensverantwortung/ ESG in der Wirtschaft
  • Eintreten für die Integration persönlicher und beruflicher Ethik in Impact-Recht und Finanzen
  • Beispiele, die die Folgen ethischer Fehlausrichtung in wirkungsorientierten Praktiken veranschaulichen
  • Betonung der Notwendigkeit einer ethischen Führung und Rechenschaftspflicht in den Bereichen Wirkungsrecht und Finanzen

Das Zwei-Taschen-Denken ist tot (oder sollte es sein)

Ich habe meine Karriere damit verbracht, Silos zwischen Funktionen, Geschäftseinheiten, Sektoren, Regionen und mehr aufzubrechen. Eine der hartnäckigeren Meinungsverschiedenheiten, die viele Institutionen immer noch vertreten, ist die Ansicht, dass „Corporate Social Responsibility“ (CSR) etwas ist, das vom operativen Geschäft des Unternehmens getrennt ist. Jahrelang gaben Unternehmen einen CSR-Bericht heraus, der völlig unabhängig von ihren Geschäftsberichten war. Selbst in den ausgereiftesten Unternehmen in den ausgereiftesten Branchen – meine persönliche Erfahrung habe ich mit multinationalen Finanzinstituten gemacht – war die Arbeit zur Zusammenstellung von Daten und Geschichten aus allen Betriebsabläufen des Unternehmens für die Verwendung im CSR-Bericht sehr manuell, es mangelte an Präzision und ganz sicher eher ein nachträglicher Einfall als ein zusammenhängender Teil der Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Glücklicherweise sind immer mehr Unternehmen auf einen integrierten Jahresbericht umgestiegen, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass die sozialen Auswirkungen des Unternehmens in seine betriebliche Denkweise integriert sind.

– Karyn Polak, Impact Entrepreneur