Von: Gina M. Pereira, Dāna Stewardship Advisory, STEP Journal, Mai 2024

„Psychologische und emotionale Zusammenhänge mit Reichtum und ihre Auswirkungen auf das Verhalten sind wesentlich. Demografische Faktoren, makroökonomische Faktoren, Familiendynamik und Erziehung, Persönlichkeitsmerkmale und ethische Werte sind einige der Faktoren, die die Einstellung zum Geld beeinflussen. Allerdings wurde das Ausmaß, in dem Psychologie und Emotionen die Einstellung zum Reichtum beeinflussen, oft unterschätzt. Einst galten sie in der Wirtschaftstheorie als neutral, doch in den letzten Jahrzehnten haben Forscher die Psychologie des Geldes untersucht und gezeigt, dass der Zusammenhang heterogen und komplex ist. So können beispielsweise Schuld- oder Verantwortungsgefühle Entscheidungen über die Vermögensbildung und -verteilung beeinflussen.

Der Einfluss von Psychologie und Emotionen auf die Einstellung zum Vermögen unterstreicht die Notwendigkeit, diese Faktoren bei der Vermögensplanung im gesamten Familienverband offenzulegen und zu berücksichtigen. Angesichts der differenzierten Einstellung zum Vermögen ist Vorsicht geboten, wenn Annahmen über die Ziele der Vermögensplanung getroffen werden, da dies die Wirksamkeit und Tragfähigkeit von Lösungen und Strukturen untergraben könnte. Berater werden ermutigt, in der Entdeckungsphase mit Kunden und der weiteren Familie Zeit und Ressourcen zu investieren, um diese Bereiche tiefer zu untersuchen, um das Spektrum an Ansichten, Werten, Prioritäten und Erwartungen zu identifizieren, das den Planungsprozess besser informiert.“

Gina M. Pereira, Mai 2024