Transformation globaler Lieferketten für soziale Zwecke durch die Macht der sozialen Beschaffung

„The State of Social Procurement“ ist eine Gemeinschaftsinitiative der Schwab Foundation for Social Entrepreneurship, die 18 führende Organisationen zum Thema soziale Beschaffung zusammenbringt. Sie beleuchtet neue Daten zu sozialen Problemen in globalen Wertschöpfungsketten, bietet Einblicke in die wirtschaftlichen Argumente für soziale Beschaffung, beleuchtet regulatorische Entwicklungen und zeigt, wie ein reifendes Ökosystem für soziale Beschaffung positive Auswirkungen in über 10 Ländern und Regionen erzielt.

Schwab-Stiftung für soziales Unternehmertum, Januar 2025

Das Globale Allianz der Impact Lawyers ist stolz darauf, zum neuesten Bericht beigetragen zu haben von Schwab-Stiftung für soziales Unternehmertum Dies beleuchtet ein kritisches und aktuelles Thema: die wachsende Rolle der sozialen Beschaffung beim Aufbau widerstandsfähiger globaler Lieferketten. Diese umfassende Analyse vereint Erkenntnisse von Vordenkern, politischen Entscheidungsträgern und Organisationen, die sich der Förderung sozialer Auswirkungen in allen Branchen verschrieben haben.

Zwischen Januar 2023 und Oktober 2024 erwiesen sich soziale Probleme als die zweitgrößte Herausforderung in globalen Lieferketten. Sie waren für 19 % der Störungen verantwortlich – knapp hinter Rechtsstreitigkeiten. Im Oktober 2024 kam es zu einem Rekordhoch an Protesten und Streiks im Zusammenhang mit Sorgen um Lebensunterhalt und Arbeitsbedingungen, was die Dringlichkeit der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstreicht.

Als Reaktion darauf betont der Bericht die Macht der sozialen Beschaffung – des Einkaufs bei Sozialunternehmen, die den Nutzen für die Gemeinschaft in den Vordergrund stellen – als Weg zur Resilienz. Er hebt regulatorische Entwicklungen hervor, die wahrscheinlich die Nachfrage nach Investitionen mit sozialer Wirkung erhöhen werden, und untersucht innovative Finanzierungsmechanismen zur Unterstützung dieser Interventionen. Der Bericht enthält über zehn Länder- und Regionalstudien und bietet umsetzbare Erkenntnisse aus Regionen wie den USA, Malaysia, Brasilien und Europa.

Die Daten unterstreichen das enorme Transformationspotenzial. Während FTSE-100-Unternehmen durchschnittlich 12 Millionen US-Dollar für Initiativen zur sozialen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) bereitstellen, betragen ihre Beschaffungsausgaben durchschnittlich 5 Milliarden US-Dollar – was eine enorme Chance bietet, durch soziale Beschaffung positive Veränderungen herbeizuführen. Da die Lieferketten zwei Drittel des Wirkungspotenzials eines Unternehmens ausmachen, ist die strategische Ausrichtung der Beschaffungspraktiken auf soziale Wirkungsziele nicht länger optional – sie ist unerlässlich.

Der Rise Ahead Pledge, der von 25 Organisationen unterstützt wird, die zusammen fast 100 Millionen Dollar in soziale Beschaffung investiert haben, zeigt die greifbaren Vorteile dieses Ansatzes. Indem sie Ressourcen in soziale Unternehmen lenken, zeigen diese Führungskräfte, wie wirkungsvoll und praktisch soziale Beschaffung sein kann.

Dieser Bericht ist ein Aufruf zum Handeln für Unternehmen, politische Entscheidungsträger und Interessenvertreter weltweit. Mit Beiträgen von Organisationen wie der Global Alliance of Impact Lawyers bietet er die rechtlichen und strategischen Rahmenbedingungen, die erforderlich sind, um soziale Auswirkungen in das Herzstück globaler Lieferketten zu integrieren und so eine gerechtere, nachhaltigere und widerstandsfähigere Zukunft zu schaffen.