Transformation globaler Lieferketten für soziale Zwecke durch die Macht der sozialen Beschaffung
„Dieser Bericht ist ein Aufruf zum Handeln für Unternehmen, politische Entscheidungsträger und Interessengruppen weltweit. Mit Beiträgen von Organisationen wie der Global Alliance of Impact Lawyers bietet er die rechtlichen und strategischen Rahmenbedingungen, die erforderlich sind, um soziale Wirkung in den Mittelpunkt globaler Lieferketten zu stellen – und so eine gerechtere, nachhaltigere und widerstandsfähigere Zukunft zu schaffen.“
Schwab-Stiftung für soziales Unternehmertum, Januar 2026
Das Globale Allianz der Impact Lawyers ist stolz darauf, dazu beigetragen zu haben Zustand der sozialen Beschaffung, eine Gemeinschaftsinitiative der Schwab-Stiftung für soziales Unternehmertum, das 21 führende Organisationen im Bereich der sozialen Beschaffung zusammenbringt.
Sie beleuchtet neue Daten zu sozialen Problemen in globalen Wertschöpfungsketten, gibt Einblicke in die wirtschaftliche Bedeutung der sozialen Beschaffung, hebt regulatorische Entwicklungen hervor und zeigt, wie ein reifendes Ökosystem für die soziale Beschaffung in über 10 Ländern und Regionen positive Auswirkungen erzielt.
Zwischen Januar 2023 und Oktober 2025 waren soziale Probleme für rund 18 % von über 180,000 Ereignissen in globalen Lieferketten verantwortlich und stellten damit nach rechtlichen und regulatorischen Problemen die zweithäufigste Störungsursache dar. Die Störungen nahmen ab Ende 2024 zu und erreichten im März 2025 ihren Höhepunkt, als die sozialen Risiken den höchsten monatlichen Wert im Datensatz erreichten.
Diese Störungen wurden hauptsächlich durch Arbeitskämpfe, Proteste und Demonstrationen von Arbeitern verursacht, die oft mit existenziellen Problemen, Arbeitsbedingungen und dem Druck steigender Lebenshaltungskosten zusammenhingen. Gleichzeitig veränderte sich das wirtschaftliche und regulatorische Umfeld, einschließlich erhöhter...
Handelskonflikte und der Einsatz von Zöllen verschärfen die Spannungen in den globalen Lieferketten und verstärken die zugrunde liegenden sozialen Risiken.
In diesem Kontext wird der Einkauf bei Sozialunternehmen, die faire Arbeitsbedingungen und den Nutzen für die Gemeinschaft priorisieren, zunehmend entscheidend für die langfristige Stabilität der Lieferkette.
Der Bericht „State of Social Procurement 2026“ erfasst diese Dynamiken in 18 Kapiteln, die von 21 Organisationen beigesteuert wurden, und bietet neue Einblicke in die Folgewirkungen der Beschaffungsregulierung des öffentlichen Sektors auf die Praxis des privaten Sektors, erweiterte Länder- und Regionalübersichten sowie ein neues Kapitel über schnelle Erfolge für Unternehmen, die ihre Reise in Richtung sozialer Beschaffung beginnen.
Zwei Drittel des Potenzials eines Unternehmens für positive oder negative Auswirkungen liegen in seiner Lieferkette. FTSE-100-Unternehmen investieren im Durchschnitt 12 Millionen US-Dollar in ihre Budgets für soziale Verantwortung (CSR). Ihre Beschaffungsausgaben belaufen sich jedoch auf durchschnittlich 5 Milliarden US-Dollar, was ein enormes Potenzial für positive Auswirkungen durch soziale Beschaffung birgt – also den Einkauf bei Sozialunternehmen und anderen wirkungsorientierten Organisationen.
Seit dem Start der „Rise Ahead Pledge“-Initiative vor zwei Jahren haben die 25 Unterzeichner 525 Millionen US-Dollar in soziale Innovationen investiert. Soziale Beschaffung ist mit 36 Prozent der Gesamtausgaben die führende Investitionskategorie.
Der Bericht unterstreicht die Bedeutung sozialer Beschaffung – also des Einkaufs bei Sozialunternehmen, die den Nutzen für die Gemeinschaft in den Vordergrund stellen – als Weg zu mehr Resilienz. Er beleuchtet regulatorische Entwicklungen, die die Nachfrage nach wirkungsorientierten Investitionen voraussichtlich erhöhen werden, und untersucht innovative Finanzierungsmechanismen zur Unterstützung dieser Maßnahmen..
Der Bericht enthält über zehn Länder- und Regionalstudien und liefert umsetzbare Erkenntnisse aus Regionen wie den USA, Malaysia, Brasilien und Europa.
Die Daten unterstreichen das enorme Transformationspotenzial. Während FTSE-100-Unternehmen durchschnittlich 12 Millionen US-Dollar für Initiativen zur sozialen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) bereitstellen, betragen ihre Beschaffungsausgaben durchschnittlich 5 Milliarden US-Dollar – was eine enorme Chance bietet, durch soziale Beschaffung positive Veränderungen herbeizuführen. Da die Lieferketten zwei Drittel des Wirkungspotenzials eines Unternehmens ausmachen, ist die strategische Ausrichtung der Beschaffungspraktiken auf soziale Wirkungsziele nicht länger optional – sie ist unerlässlich.
Die Initiative „Rise Ahead Pledge“, die von 25 Organisationen unterstützt wird, die gemeinsam fast 100 Millionen US-Dollar in soziale Beschaffung investiert haben, belegt die konkreten Vorteile dieses Ansatzes. Indem sie Ressourcen in Sozialunternehmen lenken, zeigen diese Vorreiter, wie wirkungsvoll und praxisnah soziale Beschaffung sein kann.




