Bericht von Emily Julier, Greta Gruzdyte, Rosie Shields, Ella George, Steven Minke (Hogan Lovells) und Emma Montlake (Environmental Law Foundation und
Wir lieben unsere Ouse).
„Die Anerkennung der Natur als Rechtspersönlichkeit… würde den menschenzentrierten Ansatz des britischen Rechtssystems revolutionieren, in dem die Natur lediglich als Eigentum und Ressource betrachtet wird.“
Von Emma Montlake und Emily Julier, Oktober 2025
Das Rechte der Flüsse Der Bericht ist ein deutlicher und eindringlicher Appell, unser Vorgehen zum Schutz der Gewässer, die Leben, Gemeinschaften und Ökosysteme erhalten, zu überdenken. Er argumentiert, dass Flüsse trotz eines umfassenden Rahmens an Umweltgesetzen in England weiterhin in einer Krise stecken – verschmutzt, übernutzt und ökologisch geschädigt. Der Bericht schlägt einen grundlegenden Wandel vor: Flüsse nicht als Eigentum oder zu verwaltende Ressourcen anzuerkennen, sondern als Lebewesen mit inhärenten Rechten. Anhand globaler Beispiele, vom Whanganui River in Neuseeland bis zu den verfassungsmäßigen Rechten der Natur in Ecuador, zeigt er, dass die Anerkennung von Flüssen als Rechtspersönlichkeiten keine radikale Idee mehr ist, sondern eine aufkommende internationale Bewegung. Diese Neuausrichtung stellt etablierte, menschenzentrierte Rechtssysteme in Frage und lädt zu einer neuen Beziehung ein, die auf Schutz, Verantwortung und Respekt beruht.
Gleichzeitig ist der Bericht äußerst praxisorientiert. Er skizziert konkrete Wege für Veränderungen in England, darunter nationale Gesetze, die gerichtlich begleitete Weiterentwicklung des Common Law, Anträge der Kommunalräte und von der Bevölkerung getragene Flusscharta-Projekte. Er hebt Basisgruppen, Einzugsgebietspartnerschaften und Kommunen hervor, die bereits innovative Modelle für die Belange der Flüsse entwickeln und ihnen eine Stimme geben. Durch die Verknüpfung von Rechtsanalysen, Fallstudien und bürgerschaftlichem Engagement zeigt der Bericht, dass ein Ansatz, der die Rechte der Flüsse in den Mittelpunkt stellt, sowohl realisierbar als auch dringend notwendig ist. Seine Botschaft ist letztlich hoffnungsvoll: Wenn Menschen wieder eine Verbindung zu ihren Flüssen aufbauen und eine Verwaltung fordern, die die ökologische Realität widerspiegelt, werden gesündere und widerstandsfähigere Gewässer und Gemeinschaften möglich.



