GAIL Europe Regional Board Event

Dieses Webinar im Rahmen der London Climate Action Week richtete sich an Rechtsexperten, die sich für die Förderung der Nachhaltigkeit von Lieferketten und Beschaffungen einsetzen. Der Vorstand von GAIL Europe erkundete die neuesten Tools und Strategien zur Verbesserung der Nachhaltigkeit mit Schwerpunkt auf der Umsetzung der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD). Das Expertengremium befasste sich mit Musterklauseln, Extraterritorialitätsanwendungen und anderen wichtigen Rechtsinstrumenten zur wirksamen Unterstützung von Initiativen zur Nachhaltigkeit in der Lieferkette.

Mit;

Roberto Randazzo (Moderator) von Leganz
Stéphane Brabant ab Trinity International
Angelica Bonfanti ab Università degli Studi di Milano
Achille Calio Marincola ab Leganz
Martijn Scheltema ab Pels Rijken und
Vinicius Diniz Vizzotto ab ASML-Stiftung.

Achten Sie auf:
– Entdecken Sie die neuesten Strategien für Nachhaltigkeit in der Lieferkette
– Erhalten Sie Einblicke in die Umsetzung der CSDDD
– Erfahren Sie mehr über wichtige Rechtsinstrumente und deren Anwendung
– Tauschen Sie sich mit Branchenführern aus und vernetzen Sie sich mit Kollegen

Digest – GAIL Europe Event – ​​Umsetzung der CSDDD: Rechtliche Instrumente für nachhaltige Lieferketten

Übersicht

In diesem Webinar wurden die Komplexität und die Auswirkungen des neuen europäischen ESG-Regulierungsrahmens untersucht, wobei der Schwerpunkt auf der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) und der Richtlinie zur Sorgfaltspflicht von Unternehmen in Bezug auf die Nachhaltigkeit (CSDDD) lag. Diese Vorschriften setzen neue Standards für die Unternehmensverantwortung und legen den Schwerpunkt auf die Sorgfaltspflicht in Bezug auf Nachhaltigkeit und Menschenrechte.

Wichtige Erkenntnisse

1. Einführung und Kontext

   – CSRD und CSDDD stellen einen revolutionären Wandel in der ESG-Regulierung dar.

   – Das französische Gesetz zur Sorgfaltspflicht hat die Entwicklung dieser EU-Richtlinien beeinflusst.

2. Öffentliche und private Durchsetzung

   – Für die Wirksamkeit der Richtlinien ist die behördliche Durchsetzung durch die Aufsichtsbehörden von entscheidender Bedeutung.

   – Die private Durchsetzung, insbesondere der zivilrechtlichen Haftung, ist aufgrund von Zuständigkeitsproblemen mit Herausforderungen verbunden.

3. Außerirdische Reichweite

   – Unternehmen außerhalb der EU müssen zur Einhaltung der Vorschriften EU-Vertreter benennen.

   – Die Durchsetzung der zivilrechtlichen Haftung für Unternehmen außerhalb der EU kann durch rechtliche Komplexitäten beeinträchtigt werden.

4. Herausforderungen bei der Implementierung

   – Die Unternehmen stehen bei der Umsetzung dieser Richtlinien vor erheblichen Herausforderungen, insbesondere bei der Bewertung und Bewältigung von Menschenrechts- und Umweltproblemen in ihren Lieferketten.

   – Eine wirksame öffentliche Aufsicht sollte sich auf praktische, wirkungsorientierte Maßnahmen und nicht auf rein administrative Aufgaben konzentrieren.

5. Offenlegungspflichten

   – Unternehmen müssen Verstöße in ihren Lieferketten offenlegen und dabei Reputationsrisiken und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften abwägen.

   – Die Fortsetzung der Geschäftsbeziehung mit Lieferanten, die Menschenrechte verletzen, kann rechtliche Konsequenzen haben und in manchen Rechtssystemen auch eine strafrechtliche Haftung nach sich ziehen.

6. Rolle der Aufsichtsbehörden

   – In Italien soll die CONSOB die Aufsichtsbehörde sein.

   – Die Behörden müssen Fachwissen zu Menschenrechts- und Umweltfragen entwickeln, um die Einhaltung wirksam überwachen zu können.

7. Globale Implikationen

   – Die EU-Richtlinien beeinflussen die globalen ESG-Standards, und auch in anderen Ländern entstehen ähnliche Gesetze.

   – Weltweit tätige Unternehmen müssen sich auf eine verstärkte Kontrolle und Regulierung auf allen Märkten einstellen.

Fazit

Der neue europäische ESG-Regulierungsrahmen verlangt von Unternehmen ein aktives Engagement in Sachen Nachhaltigkeit und Menschenrechtspraktiken. Er stellt zwar eine Herausforderung dar, bietet Unternehmen aber auch die Möglichkeit, bei ethischen und nachhaltigen Geschäftspraktiken eine Vorreiterrolle einzunehmen. Die Rolle der Aufsichtsbehörden und die globalen Auswirkungen dieser Vorschriften wurden als entscheidende Faktoren für ihre erfolgreiche Umsetzung hervorgehoben.

Fazit

– Um diese regulatorischen Änderungen zu meistern, sind kontinuierliches Engagement und Anpassung für Unternehmen unabdingbar.

– Für eine wirksame Umsetzung und Durchsetzung ist die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Unternehmen und anderen Interessengruppen von entscheidender Bedeutung.

Wir freuen uns darauf, diese Diskussionen fortzusetzen und in zukünftigen GAIL-Webinaren weitere Einblicke zu geben.

Vielen Dank an alle Redner und Teilnehmer für ihre wertvollen Beiträge.