Originalartikel von Guillermo Miranda Garcia und Matilda Graham vom Chancery Lane Projekt

Das Chancery Lane Project (TCLP) hat neue Instrumente zur Bewältigung von Klimarisiken entwickelt, um Anwälte bei der Integration von Klimaaspekten in ihre tägliche Rechtspraxis zu unterstützen. Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen und einem wachsenden Konsens in der Rechtsbranche argumentiert das TCLP, dass Klimarisiken nicht länger ein Spezialgebiet, sondern ein Kernbestandteil kompetenter Rechtsberatung sind. Regulatorische Vorgaben und Berufsstandards machen zunehmend deutlich, dass die Nichtbeachtung vorhersehbarer klimabedingter Risiken – seien sie physikalischer, Übergangs- oder rechtlicher Natur – Anwälte und ihre Mandanten finanziellen, betrieblichen und reputationsbezogenen Konsequenzen aussetzen kann. Die Ergebnisse des TCLP unterstreichen, dass Klimakompetenz keine neue Verpflichtung, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Erfüllung bestehender Sorgfalts-, Gewissenhaftigkeits- und Mandantenbetreuungspflichten ist.

Um sicherzustellen, dass die Toolkits auf realen Bedürfnissen basieren, testete TCLP seine Erkenntnisse mit über 55 Praktikern während der London Climate Action Week 2025. Dabei wurde analysiert, wie sich Klimarisiken in verschiedenen Sektoren wie Lieferketten, Finanzen, M&A, Energie, Technologie und Bauwesen auswirken. Die daraus resultierenden Ressourcen bieten praxisnahe, branchenspezifische Anleitungen, die Anwälten helfen, Risiken zu identifizieren, resiliente Verträge zu entwerfen und Mandanten zu Governance, Offenlegungspflichten und der Planung des Übergangs zu Netto-Null zu beraten. Die Toolkits sind als digitale, teilbare Rahmenwerke und nicht als Checklisten konzipiert und sollen Anwälte dabei unterstützen, Klimaaspekte in Verträge, Rechtsstrategien und die langfristige Wertschöpfung zu integrieren.